Der unergründliche Gott

Shownotes

Römer 11, 33-36

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00:00:00: Manchmal frage ich mich, wie das Leben denn so wäre.

00:00:04: Wenn es dich nicht gäbe – nein, das wär kein Leben mehr!

00:00:09: Wenn alle Stricke reißen du bist immer für uns da.

00:00:13: auf dich kann man sich verlassen seit über hundert Jahren.

00:00:16: Wer kennt's?

00:00:18: Wer ahnts ist?

00:00:20: Ich lese mal weiter All die Jahre stehst Du da Wie ein Fels So stark und fest der sich selbst von größten Wellen nicht vom Platz vertreiben lässt.

00:00:34: Und geht mal was daneben, glaube uns das stört uns nicht!

00:00:37: Du hast alles hergegeben!

00:00:40: Vauville Bochum wir sind stolz auf

00:00:42: dich.".

00:00:47: Das war nicht der Predigtext keine Sorge und es war auch kein Lied dass für den Gottesdienst besonders passend wäre auch wenn's vielleicht anfangs zu klang.

00:00:57: Was ihr gehört habt ihr habt es erraten?

00:00:58: Es war ein Fanlied des Fußballvereins Vauville Bochums wie eben dieses Lied im Stadion gesungen wird.

00:01:06: Und vielleicht kommt es manchen hier sogar unangemessen vor, wenn so ein Text von der Kanzel vorgelesen wird?

00:01:11: Aber denken wir mal kurz nach!

00:01:13: Was tun Fußballfans, wenn sie lieder dieser Art für ihren Vereinen singen?

00:01:19: Mir scheint dass Sie in dieser Art Ihr Fan sein auszudrücken eine Form Der Anbetung finden Denn etwas wird verehrt um seiner selbst willen.

00:01:32: Bei Fußballfans, zumindest bei den richtigen zeigt sich das darin dass sie Fan bleiben in guten und schlechten Zeiten.

00:01:41: Ganz egal ob die Mannschaft oben steht oder unten Sie stehen zu ihrem Verein, investieren Zeit Emotionen und Gemeinschaft.

00:01:52: Und der Verein wird so etwas was Identität stiftet Was verbindet und dem man eine bedingungslose Treue schenkt.

00:02:01: Und das erinnert doch ganz stark an Anbetung, wenn in diesem Fall wohl eher eines Götzen.

00:02:08: Aber eins haben begeisterte Menschen und es muss ja noch nicht mal im Sport sein – es kann ja auch was anderes sein.

00:02:13: Eines haben sie wirklich gut erkannt.

00:02:17: Ware Anbetungen richtet sich nicht zuerst auf den Nutzen, den etwas bringt sondern auf das, dass das Objekt unserer Anbeten in seinem Wesen einfach

00:02:28: ist.".

00:02:29: So hat das C.S.

00:02:29: Lewis einmal ausgedrückt.

00:02:32: Und wir dürfen durchaus von Sportfans lernen, was es bedeutet sich treu und leidenschaftlich einer Sache hinzugeben.

00:02:40: Allerdings nicht an Dinge die eben keinen Bestand haben und die an sich bereits, also an die sich in je wenigen Jahren kaum noch jemand erinnern wird sondern wie sollen Lernen das für Hingabe und Anbetung einen lebendigen Gott leben?

00:02:56: Und genau an diesem Punkt führt uns auch der Römerbrief mit den Fersen am Ende des elften Kapitels.

00:03:02: Wir haben bei uns in der Gemeinde vor einigen Wochen die Predigtreihe zu diesem sehr zentralen Buch, Der Bibel abgeschlossen und das Ende des elften Kapitels markiert einen entscheidenden Wendepunkt im ganzen Brief.

00:03:17: Ich werde es nicht im Detail erläutern aber über viele Kapitel hinweg hat Paulus das gewaltige Handeln Gottes entfaltet.

00:03:25: ganz zu Beginn macht er zunächst deutlich wie's wirklich um den Menschen steht.

00:03:29: kein Mensch kann vor Gott bestehen.

00:03:32: Alle haben gesündigt, alle stehen unter seinem gerechten Gericht und keiner kann sich selbst retten.

00:03:41: Und genau wo die Hoffnung für den Menschen vorbei ist beginnt Gottes Handeln.

00:03:44: Er schenkt Rettung aus reiner Gnade nicht weil du und ich sie verdient hätten sondern weil er Jesus Christus gegeben hat.

00:03:53: In seinem Tod und in seiner Auferstehung schafft Christus das was wir niemals hätten erreichen können Versöhnungen mit Gott Vergebung der Schuld und ein neues Leben für alle, die daran glauben.

00:04:05: Und Paulus zeigt dann anschließend wie Gott diejenigen, die er gerecht spricht auch verändert, wer sie durch seinen Geist bewahrt und ihnen die Gewissheit gibt dass sie nichts mehr von seiner Liebe trennen kann.

00:04:19: Dann richtet er auch den Blick auf die Heilsgeschichte mit dem Volk Israel und zeigt das selbst dort wo Menschen untreu werden Gott seine Verheißung treu bleibt Seine Pläne scheitern nicht, seine Barmherzigkeit und seine Treue reichen weiter als wir sie begreifen können.

00:04:38: Und genau an dieser Stelle nachdem Paulus das alles entfaltet hat, nachdem er Gottes Gerechtigkeit, seine Gnade, seine Treuhe und seine Barmmherzlichkeit beschrieben hat geschieht etwas Überraschendes wie ich finde.

00:04:53: Paulus bringt an dieser Stelle wo es sich eigentlich gut anbieten würde keine Zusammenfassung des bisher Gehörten.

00:04:59: Er bringt nicht noch mal zum Ausdruck.

00:05:01: So, merkt euch von allem was ich gesagt habe das irgendwie besonders?

00:05:05: Das ist besonders wichtig?

00:05:06: nein das tut er nicht.

00:05:08: Paulus beginnt an dieser Stelle zu singen.

00:05:13: Es wirkt so als würde er mit seiner Argumentation ein bisschen abbrechen und wendet sich fast schon plötzlich dem Lob Gottes zu weil er erkennt dass seine ausführungen seine klugen Worte und seine nüchtern in Schlussfolgerung an einen Punkt gelangen indem sie der Tiefe und den letzten Konsequenzen des Themas nicht mehr gerecht werden.

00:05:36: Es ist ein Ausbruch, der hier erfolgt von Paulus – Ein Ausbruchs des Staunens über Gott!

00:05:43: Ein Eingeständnis, das man ihn nie wirklich begreifen kann Und einen Lobpreis, der alles zusammenfasst in diesen letzten Worten Denn von ihm und durch ihn und zu ihm sind alle Dinge.

00:05:56: Wenn echter Anbetung nicht im Nutzen sondern im Wesen Gottes selbst gründet dann beginnt sie genau an dieser Stelle, beim Gott der größer ist als wir es verstehen können.

00:06:10: Lass uns hören wie Paulus Gott anbetet und lass uns schauen was er uns damit sagen möchte.

00:06:15: ich lese unseren Predigtext des Römer elf verse thirty-three bis sixunddreißig.

00:06:25: Oh welche Tiefe des Reichtums sowohl der Weisheit als auch der Erkenntnis Gottes.

00:06:32: Wie unergründlich sind seine Gerichte und wie unausforschlich seine Wege, denn wer hat den Sinn des Herrn erkannt?

00:06:41: oder wäre es sein Ratgeber gewesen?

00:06:44: Oder wer hat ihm etwas zuvor gegeben, dass es ihm wieder vergolten werde?

00:06:49: Denn von ihm und durch ihn.

00:06:52: Und für ihn sind alle Dinge, ihm sei die Ehre in Ewigkeit.

00:06:56: Amen.".

00:07:01: Paulus nennt uns in den Versen dreiunddreißig bis fünfunddreißig mehrere Eigenschaften Gottes, die seinen Wesen im Kern ausmachen!

00:07:08: und in seiner Anbetung sind ihm diese Eigenschaften Gottes besonders wertvoll.

00:07:12: Und ich habe versucht, diese Eigschaften in drei Stichworten für uns zusammenzufassen.

00:07:18: Schauen wir als erstes mal in den Pferstrein-Reißig – und dort sehen wir die Unergründlichkeit Gottes!

00:07:27: Das heißt dort wie unergrünlich sind seine Gerichte, wie unausforschlich seine Wege?

00:07:34: Um die Unergründlichkeit Gottes zu veranschaulichen, nutzt Paul es hier zunächst das Bild von Gott als einem Richter.

00:07:40: Gott trifft als Richter Urteile, die sich unserem Verständnis erst mal entziehen.

00:07:46: So zeigen die ersten Kapitel aus dem Römerbrief dass alle Menschen, die vor Urteilung Gottes verdient haben weil alle schuldig geworden sind aber sie werden trotzdem ohne eigene Leistung gerettet wenn Sie die Gnade Gottes in Jesus Christus annehmen.

00:08:00: Das ist unergründlich!

00:08:01: Es ist am Ende nicht begreiflich.

00:08:04: Ebenso schwer zu begreifen ist es, dass Christen wie zum Beispiel die Kapitel sechs bis acht zeigen.

00:08:09: Die von der Macht der Sünde befreit sind und für die es keine Verurteilung mehr gibt trotz fortwährender Sündenerfahrungen immer wieder Neuvergebung empfangen und in Gewissheit ihres Heils leben dürfen.

00:08:22: Und ebenso wenig ist Gott bis ins Letzte zu verstehen wenn es um die Rolle von Israel geht.

00:08:29: Wenn Paul es dann darüber hinaus in Vers.

00:08:31: thirty-three die unausforschlichen Wege beschreibt, greift er damit einen zweiten Aspekt der Unergründlichkeit Gottes auf.

00:08:39: Während die Gerichte Gottes besonders seine Entscheidungen und Urteile betreffen richtet sich der Blick bei den Wegen auf die Art und Weise wie Gott diese Urteilen dann vollzieht und sein Handeln in der Geschichte umsetzt.

00:08:54: Und dass die Wege Gottes unausfortlich sind – wie der Vers beschreibt deutet nicht, dass sie willkürlich werden.

00:09:02: Sondern das Sie sich einfach nicht vollständig systematisieren oder aus menschlicher Perspektive abschließend beurteilen und durchschauen lassen.

00:09:11: Und damit macht Paulus eine Sache deutlich Gottes Handeln entzieht sich nicht nur im Einzelfall unserem Verstehen sondern ganz grundsätzlich was unser Durchdringen angeht von Gott.

00:09:24: Wir können seine Wege nachvollziehen wo er sie uns offenbart Wir können sie glauben, wo er uns erklärt.

00:09:32: Aber wir können Gottes Wege nie, niemals vollständig in ein geschlossenes Erklärungssystem bringen.

00:09:40: Gottes Unergründlichkeit bedeutet also nicht dass er unvernünftig handelt sondern das er nicht in unserer Perspektive aufgeht.

00:09:49: Gott ist nicht jemand den wir vollständigt durchschauen können Sondern er bestimmt selbst wie er handelt.

00:09:57: Du hast Gott also nicht in der Tasche um es mal etwas flapsig zu formulieren.

00:10:02: Du kannst Gott nicht kontrollieren, du bist ja nicht einmal in der Lage ihn zu verstehen vollständig.

00:10:09: Gott ist unergründlich und das demütigt uns und das sollte es auch.

00:10:17: Gott isst in gewisser Hinsicht ganz anders als wir aber das ist nicht nur etwas Demütigenes sondern und das sei an dieser Stelle schon gesagt auch etwas Tröstliches.

00:10:30: Wie das zum Ausdruck kommen kann, möchte ich euch in einer Geschichte erklären die Tim Kellermann erzählt hat.

00:10:36: Er hat nämlich beschrieben wie ein Förster der in einen Bereich des Waldes kommt und in diesem Bereich sind mehrere oder fast alle Bäume markiert, die gefällt werden sollen.

00:10:47: Und auf einem der betroffenen Bäume ist ein Vogel damit beschäftigt ein Nest zu bauen.

00:10:53: Der Förster sieht die Gefahr.

00:10:54: Er weiß, dass es böse enden kann wenn der Vogel schon am Brüten ist vielleicht schon die Küken geschlüpft sind und auf einmal der Baum gefällt wird.

00:11:02: So tut er das einzige Richtige geht zu dem Baum schüttelt ihn kräftig Und der Vogl dadurch vertrieben fliegt zum nächsten Baum um dort sein Nest zu bauen.

00:11:14: Problem ist nur dieser Baum muss auch gefällt werden und so beginnt das Spiel von Neum wo der Vogel sein Nest bauen möchte.

00:11:26: Jetzt stelle euch das mal aus der Perspektive des Tieres vor, du willst und musst dein Nest bauen hast einen schönen Platz gefunden und ohne für dich erkennbaren Anlass kommt dieser Mensch und schüttelt an deinem Baum vertreibt dich.

00:11:41: im nächsten Baum beginnt das Spiel wieder von vorne.

00:11:44: Der Vogel würde sich auch denken was stimmt mit diesen Menschen nicht?

00:11:48: warum behandelt er mich so schäbig?

00:11:50: Von ihm geht eine Gefahr aus aber nur durch das eingreifen des Försters kann der Vogel am Ende zum sicheren Felsen fliegen, wo er dann endlich sein Nest errichten kann.

00:12:02: Auch wenn es nur ein schwacher Vergleich ist – so verhält es sich doch mit Gottes Unergründlichkeit ähnlich!

00:12:07: Wir erkennen nicht bis ins Letzte was Gott vorhat.

00:12:11: Sein Blick, seinen Wesen sind so viel größer als bei uns und das ist gut denn bei aller Erfurcht die das wecken sollte, ist darin auch ein großer Trost enthalten.

00:12:23: Gott is unerkründlich.

00:12:25: Das ist das erste Stichwort, mit dem Paulus hier die Eigenschaften Gottes beschreibt.

00:12:29: Seine Unergründlichkeit.

00:12:31: Er nennt aber noch ein Zweites.

00:12:33: Gott ist nämlich nicht nur unergründlich, er ist auch vollkommen unabhängig.

00:12:40: Gott spricht von Gottes Unergriffigkeit und denkt dabei seine Unabhängigkeit mich mitsichtbar im Denn von Vers.

00:12:48: thirty-four.

00:12:50: Aber wie zeigt sich Gottes Unabhängigkeiten?

00:12:52: Was bedeutet das für uns?

00:12:53: Lesen wir den Vers Denn wer hat den Sinn des Herrn erkannt oder wer ist sein Ratgeber gewesen?

00:13:01: Und Paulus zitiert hier, manche werden es gemerkt haben.

00:13:04: Ein Vers aus dem Propheten Jesaja – dort heißt das nämlich in Kapitel Vierzig.

00:13:11: Und die Art der Formulierung dieser Frage lässt hinsichtlich der Antwort überhaupt keine Zweifel zu.

00:13:31: Niemand hat den Sinn des Herrn erkannt und niemand ist ein Ratgeber von Gott, denn Gott braucht keine Ratgebern.

00:13:38: Gott ist in seinem Denken- und Handeln völlig unabhängig.

00:13:42: Er braucht niemanden sonst.

00:13:45: Seine Entscheidung trifft er alleine und autonom.

00:13:49: Während Menschen gut daran tun sich weise berater zu suchen wäre das bei Gott sinnlos und unlogisch.

00:13:55: ihm kann niemand zu besserem Raten, als er ohnehin tun würde.

00:14:00: Und niemand wäre überhaupt auf einer passenden Ebene sich mit den tiefen Gedanken Gottes zu befassen und sie zu

00:14:05: verstehen.".

00:14:08: Was sagt das über Gott aus?

00:14:10: Die Tatsache dass Gott vollkommen unabhängig von allen Menschen und sonstigen Einflüssen ist zeigt uns die Dimension und Tiefe seines Verstandes.

00:14:20: Er ist der feste Punkt, der Fixpunkt außerhalb dieser Welt und unseres Verstandes.

00:14:28: Er sieht alles er weiß alles er hält alles.

00:14:33: Vielleicht habt ihr das schon mal gehört.

00:14:34: in den Wissenschaften spricht man manchmal von der Standortgebundenheit des Einzelnen.

00:14:39: vielleicht habt ihr denn das Wort gehört.

00:14:42: Das bedeutet dass jeder Mensch die Welt denkt, forscht und beurteilt immer aus einer bestimmten Position heraus.

00:14:54: Jemand, der in einem Industrieland lebt, bewertet Umweltprobleme oft anders als jemand, der zum Beispiel in einer Region lebt die stark von Armut betroffen ist.

00:15:04: Beide sehen die Realität aus ihrer Perspektive und sie sind somit an ihren Standort gebunden.

00:15:12: Gott ist nicht standortgebunden.

00:15:22: In der Theologie spricht man dieser Stelle auch von der Asäität Gottes.

00:15:26: Also er ist der Einzige, der sein Sein nicht von anderswoher empfangen hat.

00:15:32: Er isst das Sein und die Wahrheit selbst – auch wenn wir als Menschen das nicht begreifen können!

00:15:39: Ich glaube dass man aus diesen Gedanken ganz viele Schlussfolgerungen ziehen könnte, ganz viel Anwendung für unser Leben.

00:15:45: lasst mich auf eine Hinweise, die mir gekommen ist Wenn Gott wirklich unabhängig ist dann darf und soll das unser Gebet verändern.

00:15:56: Denn dann ist das Gebet nicht mehr das Mittel, um Gott auf bessere Ideen zu bringen?

00:16:02: Ich denke, dass tun die wenigsten bewusst!

00:16:04: Aber hier und da – wenn es euch geht wie mir werdet ihr das erlebt haben – kann sich doch die versteckte Absicht einschleichen, Gott beratend zu wollen.

00:16:14: Liebe Geschwister vertrauen wir darauf, dass Gott keine Ratgeber benötigt.

00:16:19: Er weiß alles, er sieht alles, ihn kann nichts

00:16:23: überraschen.".

00:16:25: Und so verstanden ist das herunterrasteln unserer Bitten oder das Erklären der Lage.

00:16:34: Es ist kein Herunterrastel unserer Bitte, oder dass wir irgendwie Gott die Lage erklären wollen sondern es ist ein oft Beziehung ausgerichtetes und Weisung erwartendes Gespräch.

00:16:45: Mich befreit das denn ich kann in meinem Sprechen zu Gott völlig in seiner Unabhängigkeit ruhen und ich weiß, keine mathematische Rechnung ist, die irgendetwas bewirken kann.

00:17:01: Ich kann in Gottes Unabhängigkeit

00:17:03: ruhen.".

00:17:03: Gott braucht keinen Rat, keine Korrektur, keine Ergänzung.

00:17:08: Alles was er tut entspringt seiner vollkommenen Weisheit selbst und ich hatte euch ein drittes Wort versprochen.

00:17:17: das kommt jetzt wenn wir in Vers.

00:17:18: thirty schauen.

00:17:20: dort heißt es nämlich oder wer hat ihm etwas zuvor gegeben dass es ihm wieder vergolden werde?

00:17:29: Gott ist nicht nur unergründlich, er ist auch unabhängig.

00:17:34: Gott ist auch Ungebunden!

00:17:37: Das hängt natürlich mit seiner Unabhängigkeit zusammen und setzt aber einen neuen Akzent.

00:17:42: Unabhängigkeit beschreibt, dass Gott nichts braucht.

00:17:46: Ungebundenheit, das niemand etwas von ihm einfordern kann.

00:17:51: Er schuldet niemandem etwas.

00:17:53: Er ist niemandem verpflichtet.

00:17:55: Niemand kann ihn in Vorleistung bringen, niemand kann Ansprüche an Gott stellen.

00:18:01: Er handelt indem was er tut völlig frei.

00:18:05: Er muss niemandem etwas Schulden beweisen, er hat keine Verpflichtungen.

00:18:11: Manchmal denken und reden wir vielleicht so als hätten wir Ansprücher an Gott.

00:18:15: Gott müsse doch jetzt so und so handeln!

00:18:19: Es mag für dich im ersten Moment beunruhigend klingen aber Gott muss tatsächlich gar nichts tun.

00:18:27: oder wie es vor einigen Jahren einen Buchtitel ziemlich provokant ausdrückte.

00:18:32: Gott braucht dich nicht!

00:18:35: Gott ist vollkommen souverän, er ist ungebunden und schuldet niemandem etwas.

00:18:41: Es gibt kein Recht, keinen Maßstab, kein Gesetz welches vor ihm war und ihn bestimmen könnte.

00:18:47: Gott schuldete niemandem was.

00:18:51: Und auch hier hast du vielleicht gedacht die Worte habe ich doch schon mal gehört Und das ist richtig.

00:18:55: Paul es zitiert hier nämlich erneut, dass alte Testament bzw.

00:18:59: greift ein Gedanken von dort auf.

00:19:02: So spricht er nämlich selbst also Gott in Hiob, forty-one drei.

00:19:06: Wer hat mir zuvor gegeben, dass ich ihm vergelten sollte?

00:19:11: Alles was unter dem ganzen Himmel ist gehört mir.

00:19:16: Also bereits im alten Testament wird deutlich, dass Gott niemals etwas schuldig ist.

00:19:21: Es gehört ihm ja alles.

00:19:23: Der Mensch kann Gott nichts geben was er nicht zuvor von ihm empfangen hat.

00:19:28: Jede vermeintliche Vorleistung ist letztlich geschenkt Gottes selbst und damit wird noch einmal betont, Gott.

00:19:34: es handeln entspringt allein seiner Souveränität nicht irgendeinem Anspruch von uns Menschen.

00:19:42: Was erwartest du von Gott?

00:19:46: Wir ehrlich sind leben wir schon mit sehr konkreten Erwartungen an Gott oder?

00:19:50: Er soll eingreifen, er soll helfen ,er soll segnen .Er soll Türen öffnen und am besten so wie wir es für richtig halten.

00:19:57: Aber dieser Text stellt uns eine unbequeme Frage.

00:20:00: Auf welcher Grundlage erwartest du das eigentlich?

00:20:04: Du hast Gott nichts gegeben, dass ihn verpflichten würde.

00:20:08: Paulus macht das hier sehr deutlich – Gott ist niemandem etwas schuldig!

00:20:13: Das bedeutet nicht natürlich nicht, dass wir nicht bitten dürfen aber wir sollten uns bewusst sein aus welcher Position heraus wir das tun.

00:20:23: Alles was du hast ist Geschenk denn wenn Gott nie jemandem etwas Schuldet Dann folgt heraus ja noch mehr.

00:20:32: Alles, was wir haben ist unverdient!

00:20:35: Unser Leben unser Glaube unsere Möglichkeiten alles kommt von ihm.

00:20:41: Nichts davon hast du dir letztlich selbst erarbeitet und selbst das was du Gott gibst Zeit Kraft Hingabe hat er dir vorher erst geschenkt.

00:20:52: Wir können ihm nichts bringen.

00:20:54: Was sie mich schon längst gehört Und das nimmt uns jeden Grund für stolz also dass ist, glaube ich, ziemlich klar und offensichtlich.

00:21:03: Aber was tun wir damit?

00:21:06: Wir haben gesehen wie Gott isst!

00:21:08: Er ist unerforschlich, er ist unabhängig... ...Er ist ungebunden.

00:21:12: Wenn an Betung wirklich die Hingabe an etwas um seiner Selbstwillen ist Wie ich es am Anfang der Predigt als Behauptungen aufgestellt habe Was folgt dann jetzt?

00:21:24: Müssen wir nicht längst mit Paulus hier in Pferd thirty-six einstimmen?

00:21:28: Gott ist in seinem Wesen im wahrsten Sinne des Wortes einzigartig.

00:21:32: Es gibt niemanden, den wir ihm gleichsetzen können.

00:21:34: Keiner ist so unergründlich, keiner ist wirklich unabhängig außer ihm und keiner is dem Hinblick auf andere wirklich ungebunden nur Gott allein.

00:21:46: Wenn das nicht reicht um anzubeten was brauchen wir dann?

00:21:50: es sollte uns in die Position Jesaias bringen der zusammenbricht als er erkennt wie Gott wirklich ist.

00:21:57: Oder denken wir auch in das Buch Hezekiel, wo es am Ende des ersten Kapitels von den Propheten heißt.

00:22:04: So war die Herrlichkeit des Herrn anzusehen und als ich sie gesehen hatte, da fiele ich auf mein

00:22:11: Angesicht.".

00:22:13: Es wäre nicht übertrieben!

00:22:14: Es wäre sogar angemessen genauso zu reagieren.

00:22:18: Ich glaube aber dass dieser Text uns im Zusammenhang in dem er steht noch etwas mehr sagen möchte.

00:22:26: Paulus Betet Gott nämlich nicht nur wegen dieser Eigenschaften an, die er zuvor genannt hat.

00:22:33: Nein!

00:22:34: Er betet ihn an weil das Evangelium welches er in den Elfkapiteln zuvor entfaltet hat diese Eigenschafte in ein völlig neues Licht stellt.

00:22:46: Es ist das Evangeliums glaube ich fest was ihn zu Beginn in Vers.Dreisig ausrufen lässt oh welche Tiefe des Reichtums.

00:22:57: Und es ist das Evangelium, was ihr am Ende dieser Verse mit folgenden Worten abschließen lässt.

00:23:02: Denn von ihm und durch ihn und zu ihm sind alle Dinge.

00:23:07: Versteht Ihr, was hier passiert?

00:23:11: Mit dem Evangelium im Hintergrund sehen wir nicht einen anderen Gott!

00:23:16: Das Evangelium – die gute Botschaft von Jesus, die Botschaft der Gnade zeigt uns denselben Gott aber in einer Tiefe, die uns den Atem rauben sollte.

00:23:27: Der ewige Gott, der unerforschliche, unabhängige und ungebundene Gott handelt an uns.

00:23:35: Geht auf uns Menschen zu, obwohl er es nicht nötig

00:23:38: hätte.".

00:23:39: So zeigt es uns der Römerbrief.

00:23:42: Was haben wir dort gesehen?

00:23:44: Gott ist unerforschlich!

00:23:46: Und doch teilt er sich uns mit.

00:23:50: Er ist unabhängig – und doch bindet er sich an uns Menschen.

00:23:56: Erst vollkommen ungebunden Und doch wendet er sich uns zu, er ist souverän und doch gibt er seine Souveränität für einen Moment aus der Hand.

00:24:11: Der, der niemand etwas schuldet trägt unsere Schuld.

00:24:17: Der über allem steht hängt am Kreuz.

00:24:22: Der Gemeinschaft in sich selbst und aus sich selbst heraus ist der aus sich selbst heraus existiert, der niemanden braucht.

00:24:32: Der schreit mein Gott, mein Gott warum hast du mich verlassen?

00:24:38: Und ich hoffe ihr spürt ein bisschen dass das eine Dimension der Liebe ist die wir an keiner Stelle in dieser Welt sonst finden.

00:24:46: und ich denke es sollte uns deutlich werden warum Paulus seine theologischen Ausführung abbricht um Gott zu loben.

00:24:55: obwohl wir keinen Anspruch auf Gott haben Obwohl wir ihn niemals in aller Fülle begreifen können, ihm nichts vorschreiben können hat er sich uns ausgeliefert und wurde Mensch.

00:25:06: Es ist das Evangelium die Nachricht vom Kreuz der ein ganz neues Licht auf die Szenerie wirft.

00:25:12: Und dieser Text am Ende von Römer XI so glaube ich erklärt uns nicht nur wer Gott ist sondern er zeigt uns wie weit dieser Gott gegangen ist.

00:25:25: Ich komme zum Schluss!

00:25:30: In keiner Weise irgendwie in den Griff bekommen.

00:25:33: Zu gewaltig ist sein Wesen zu anders, sein Charakter.

00:25:38: Wir können Gott in dem Sinne nicht kontrollieren.

00:25:42: Das steht fest und ich glaube dass das ein Aspekt ist über dem man ruhig auch öfter nachdenken darf Dass Gott anders ist als wir größer heiliger unbegreifbar.

00:25:55: Aber er hat diese Mauer die zwischen uns da ist.

00:25:57: sie ist da.

00:25:59: Er hat sie von seiner Seite aus durchbrochen.

00:26:02: Der Starke wurde schwach, der Unerforschtliche wurde nahbar und den Christus kommt beides zusammen.

00:26:11: Das Starke und das Schwache, das Gewaltige und das Einfache.

00:26:17: Und als Christen sehen und glauben wir beides – Gott ist uns Mysterium und Bruder zugleich!

00:26:27: Und ich möchte jetzt zum Abschluss nochmal auf die Geschichte verweisen, die wir in der Lesung von Johannes gehört haben aus Erste Könige XIX.

00:26:34: Was passiert dort?

00:26:36: Nur mal kurz zusammenfassen es wird berichtet wie Gottes Prophet Elia gewaltige Taten für Gott vollbringt.

00:26:45: er hat sich für Gott und Gottes Volk aufgerieben und nun sollte er in der Konsequenz eigentlich Zuspruch und Anerkennung folgen.

00:26:51: oder aber genau das Gegenteil passiert Das Volk schlägt sich nicht auf seine Seite Und er erfährt Verfolgung, die sich sogar gegen sein Leben richtet.

00:27:03: Mich verwundert es nicht, dass der Mann in eine tiefe Depression stürzt und zu Gott sagt lasst mich doch einfach sterben!

00:27:12: Gott hatte sich so ganz anders ihm gezeigt als er erwartet und erhofft hatte.

00:27:16: Vielleicht kennst du das auch?

00:27:19: Aber wie geht's weiter?

00:27:22: Am Berg begegnet Gott schließlich selbst Elia.

00:27:27: Ich lese nochmal ab Vers elf ein paar Verse Erbersprach, komm heraus!

00:27:32: Tritt auf den Berg vor den Herrn.

00:27:34: Und siehe der Herr ging vorüber und ein großer starker Wind, der die Berge zerriss und die Felsen zerbrach, ging vor dem Herrn her.

00:27:44: Der Herr aber war nicht in dem Wind.

00:27:47: Nach dem Wind kam ein Erdbeben, aber der Herr war nicht im Erddbeben.

00:27:52: Und nach dem Erdd Beben kam ein Feuer, Aber der Herr War Nicht In Dem Feuer.

00:27:58: Da kam die Stimme eines sanften Säuselns.

00:28:03: Und sie stellt sich am Ende heraus, dass Gott in der Stille im leichten Wind zu Elia kommt und spricht.

00:28:13: Der Text scheint nahezulegen das Gott durchaus im Feuer, im Erdbeben und im Sturm kommen kann.

00:28:20: Gott ist frei in der Weise wie er sich offenbart.

00:28:23: Er kann im Sturm kommen!

00:28:24: Er kann dem Feuer erscheinen, er kann die Erde erschüttern wenn er möchte aber bei Elia tut er es nicht so.

00:28:32: Nicht weil diese Dinge ihn nicht ausdrücken könnten, sondern weil er Elia bewusst anders begegnen möchte.

00:28:39: Er begegnet ihm nicht überwältigend, sondern persönlich und genau das begegnete uns im Evangelium – nicht einen anderen Gott, sondern derselbe Gott auf eine andere tiefere Weise.

00:28:54: der Erhabene wird sanft, der Gewaltige spricht leise.

00:29:00: Und darum staunen wir!

00:29:01: Vertrauen wir und beten Gott an, denn von ihm und durch ihn und zu ihm sind alle Dinge.

00:29:10: Ihm sei die Ehre in Ewigkeit!

00:29:12: Amen.

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